WochenlastWochenlast, Monotonie und Strain an einer Beispielwoche
Aus den Tageslasten einer Woche leitete Foster (1998) zwei Kennzahlen ab. Die Monotonie ist das Tagesmittel der Woche geteilt durch die Standardabweichung der Tageswerte. Sie steigt, je weniger sich die Tage unterscheiden. Der Strain ist die Wochenlast mal Monotonie und wird groß, wenn eine Woche viel Last bringt und zugleich gleichförmig ist.
Foster begleitete in einer Beobachtungsstudie 25 erfahrene Athleten. Ein großer Teil der Erkrankungen ließ sich Phasen zuordnen, in denen einzelne Athleten individuell erkennbare Belastungsschwellen überschritten, meist beim Strain. Foster beschreibt damit individuelle Schwellen, keine allgemeinen Grenzwerte: Einen Wert, ab dem Monotonie oder Strain für alle kritisch werden, liefert die Studie nicht.
| Tag | Dauer (min) | RPE (0–10) | Last (AU) |
|---|
| Montag | 60 | 6 | 360 |
| Dienstag | 60 | 7 | 420 |
| Mittwoch | Ruhetag | – | 0 |
| Donnerstag | 60 | 7 | 420 |
| Freitag | 45 | 4 | 180 |
| Samstag | 90 | 8 | 720 |
| Sonntag | Ruhetag | – | 0 |
| Woche | 315 | – | 2.100 |
Beispielwoche mit fünf Einheiten und zwei Ruhetagen; Last = Dauer × RPE
Wochenlast: 2.100 AU. Tagesmittel: 2.100 ÷ 7 = 300 AU. Standardabweichung: 240 AU, berechnet wie in Tletify und in der Vorlage als Populations-Standardabweichung aller sieben Tageswerte (Nenner 7, nicht 6). Monotonie: 300 ÷ 240 = 1,25 (ohne Einheit). Strain: 2.100 × 1,25 = 2.625 AU. Die Ruhetage gehen mit 0 AU in die Rechnung ein.
Verteilt derselbe Athlet die 2.100 AU auf sechs Einheiten mit 300, 315, 315, 360, 360 und 450 AU und nur einen Ruhetag, sinkt die Standardabweichung auf rund 131 AU. Die Monotonie steigt auf 2,29, der Strain auf 4.809 AU, bei gleicher Wochenlast. Wie du Belastung über Wochen und Monate verteilst, beschreibt der Ratgeber zur Periodisierung.