Trainingsmodus der App mit Wiederholungen, Last und Pause für den aktuellen Satz
Trainingslast mit sRPE

Trainingslast aus Dauer mal Intensität: die sRPE-Methode

Beim Abschluss einer Einheit gibt der Athlet unter „Feedback geben“ die Intensität als RPE an, auf einer Skala bis 10. Tletify multipliziert sie mit der Dauer in Minuten und erhält die Last in AU (Arbitrary Units); daraus entsteht die Tageslast. Wie die Methode funktioniert und was sie aussagt, erklärt der Ratgeber sRPE und Trainingsbelastung.

Fehlt das RPE einmal, setzt Tletify das Mittel der eigenen RPE-Werte des Athleten aus den letzten 90 Tagen ein, sofern es mindestens drei gibt, sonst den Wert 5. Daneben führt Tletify eine mechanische Last mit Tonnage in Kilogramm und Bodenkontakten. Beide Achsen bleiben getrennt und werden nie miteinander verrechnet.

  • Tageslast in AU aus allen abgeschlossenen Programmen
  • Aufwärmsätze, gescheiterte und nicht versuchte Sätze zählen nicht
  • Sätze mit Hilfe zählen zur Tonnage, aber nicht zu Bestwerten
  • Aus Aufzeichnungen: Zeit in Herzfrequenzzonen und TRIMP
  • Mit Leistungsmesser und FTP zusätzlich leistungsbasierte Belastungswerte
Übersicht der App für Trainer mit Ø-Readiness, ACWR-Wert, Einheiten und nächstem Wettkampf
Belastungsverhältnis (ACWR)

ACWR: akute gegen chronische Belastung

Das Belastungsverhältnis (ACWR, Acute:Chronic Workload Ratio) setzt die Last der letzten Tage ins Verhältnis zur Last der letzten Wochen. Standard ist das entkoppelte EWMA-Modell mit 7 Tagen akut und 28 Tagen chronisch, Ruhetage zählen als 0. Hintergründe und Grenzen der Kennzahl beschreibt der Ratgeber ACWR: das Belastungsverhältnis.

Standardmäßig ordnet Tletify den Wert an den Schwellen 0,8, 1,3 und 1,5 ein: unter, im oder über dem gewohnten Rahmen oder deutlich darüber. Fenster, Modell (EWMA oder rollierend) und Schwellen stellst du je Athlet ein. So siehst du, wenn eine Woche aus dem Rahmen fällt, und entscheidest selbst, ob du den Plan anpasst.

Bei dünner Datenlage macht Tletify bewusst keine Aussage: Gibt es weniger als 8 abgeschlossene Einheiten in 28 Tagen oder hat weniger als die Hälfte davon ein echtes RPE, steht dort „zu wenig Daten“. Nach einer Trainingspause bleibt das Verhältnis verborgen, bis die Basis wieder steht.

Trainer und Athlet schauen gemeinsam auf ein Tablet, im Hintergrund bewaldete Berge
Monotonie, Strain, Formkurve

Monotonie, Strain und Formkurve über die Saison

Die Monotonie nach Foster teilt das Wochenmittel der Tageslast durch ihre Standardabweichung; ab einem Wert von 2,0 weist Tletify auf eine sehr gleichförmige Woche hin. Strain ist die Wochensumme der Last mal Monotonie und zeigt, ob eine Woche zugleich hoch und gleichförmig war.

Die Formkurve folgt dem Fitness-Ermüdungs-Modell nach Banister: Fitness ist der exponentiell gewichtete Mittelwert der Last über 42 Tage, Ermüdung der über 7 Tage, Form die Differenz aus beiden. Tletify rechnet sie live mit 168 Tagen Vorlauf und zeigt sie in der Analyse der Webapp.

Schon beim Planen hilft das ACWR (Plan) im Makrozyklus: Es ergibt sich aus geplantem Wochenvolumen mal geplanter Intensität und macht sichtbar, wie sich die geplante Last im Verhältnis zu den Wochen davor entwickelt. Das ist bewusst keine Ist-Last, sondern ein Blick auf den Plan.

Analyse in der App mit aktiven Athleten, Ø-Readiness und Team-Readiness über 30 Tage
Nur für Trainer

Belastungssteuerung für Trainer: wer welche Werte sieht

ACWR, Monotonie, Strain und Formkurve erscheinen nur in Konten mit Pro oder Team: auf der Analyse-Seite, in der ACWR-Karte im Dashboard, bei den Warnschwellen im Körperprofil und im Makrozyklus. Athleten sehen diese Werte in ihrer Oberfläche nie. Daten eines Athleten siehst du nur, wenn er dir Analyse oder Tagescheck ausdrücklich freigegeben hat.

In der Analyse wählst du Zeiträume von 7 Tagen bis zur ganzen Saison und vergleichst mehrere Athleten oder eine Gruppe, jeden in eigener Farbe. Die Rechenformeln sind mit Referenzfällen aus der Literatur geprüft, unter anderem nach Foster, Gabbett, Williams und Banister. Die Kennzahlen sind eine Entscheidungshilfe für dich und ersetzen keine ärztliche Beurteilung.

  • In der App: ACWR mit Zonenband, Monotonie und Strain
  • Vorschlag zur Lastsenkung, etwa um 10 Prozent, nie automatisch
  • Export der Analyse als PDF und CSV

Fragen und Antworten

Sehen Athleten ihr ACWR?

Nein. ACWR, Monotonie, Strain und Formkurve erscheinen nur in Konten mit Pro oder Team. Athleten sehen im Dashboard ihre Readiness und ihre Woche, im Körperprofil ihre Bestwerte, aber keine dieser Kennzahlen. Schlägt Tletify eine geringere Last vor, nennt es dem Athleten nur Gründe aus seiner Readiness.

Ist das ACWR eine medizinische Bewertung?

Nein. Das Belastungsverhältnis zeigt, wie die Last der letzten 7 Tage zur Last der letzten 28 Tage steht. Es ist eine Kennzahl aus der Trainingswissenschaft und eine Entscheidungshilfe für dich als Trainer, keine Diagnose und keine Prognose. Mehr dazu im Ratgeber zum Belastungsverhältnis.

Kann ich Daten von Uhren oder Radcomputern einbeziehen?

Ja, auf zwei Wegen. Aufgezeichnete Einheiten lädst du am Rechner als FIT- oder GPX-Datei hoch; daraus berechnet Tletify Zeit in Herzfrequenzzonen und TRIMP, mit Leistungsmesser und FTP auch leistungsbasierte Belastungswerte. Ruhepuls, HRV und Schlaf kommen über die App aus Apple Health oder Health Connect und fließen in die Readiness ein. Eine direkte Anbindung an Uhrenhersteller gibt es nicht.

Welches Abo brauche ich für die Belastungssteuerung?

Die Belastungskennzahlen gehören zu Pro und Team, denn sie sind Werkzeuge für Trainer. Tletify startet öffentlich am 1. Januar 2027, ab dann mit einer Testphase von 30 Tagen. Preise und den Vergleich der Pläne findest du unter Preise und Funktionen.

Tletify startet am 1. Januar 2027

Trag dich in die Warteliste ein – wir schreiben dir, sobald die Registrierung öffnet. Trainer mit eigenen Athleten können sich schon jetzt als Testuser bewerben.

1.1.

2027: Tletify startet. Ab dann 30 Tage kostenlos testen – abgebucht wird erst danach.

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